Die nächste Reise geht los! Anders als bisher werde ich diese auf diese auf einer anderen Plattform publizieren. Hier der Link für jene, die mir weiterhin folgen möchten:
Die berühmten Worte jedes Immobilienhändlers haben wir heute zu beurteilen versucht. Schlussendlich haben wir uns jedoch nicht für eine Immobilie interessiert, sondern Lage „geschoben“!
Aber der Reihe nach: Den herrlichen Sonnenaufgang genossen wir zum Frühstück.
Danach kreuzte uns eine Bali 4.0 (Glücksgefühle wurden geweckt)…
Dann hoben auch wir den Anker und fuhren los. Bald schon hissten wir die Segel und ab ging die Post! Mit Wind zwischen 16-24 kn konnten wir sogar nach dem Südkap noch stärker Richtung Alimos, unserem Heimathafen, halten.
Nun liegen wir in einer malerischen Bucht, zwischen dem Festland und einer kleinen Insel, wieder vor Anker. Der letzte „Schwumm“ im Meer, um nochmals Salz der Haut zuzuführen.
Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit unter Motor unterwegs waren und der Wind südlich vom Festland noch gegen uns dreht, wichen wir von unserem Alternativziel Ägina wieder ab und hielten ostwärts gen Cap Sunion, also an die Südspitze bei Athen.
Containerschiff in Langsamfahrt
Die Bedingungen waren zunächst ideal, wenn auch mit heftigem Schwell. Später wurde es ruhiger, bis wir fast stehen blieben. Wir wollten sogar bereits den Motor anwerfen, als uns ein kräftiger Wind davon abhielt. Danach waren die Bedingungen so herrlich, wenn teilweise heftig. Aber seht selbst:
Nun liegen wir fest vor Cap Sunion.
Die Einfahrtsbedingungen waren alles andere als einfach: der Wind schoss bis 31 kn (57 km/h) auf, bei drehender Richtung. Aber schlussendlich hat alles geklappt, nun liegen wir vor Anker und geniessen den Ausblick auf den Tempel:
Hier bei der EinfahrtHier vom Hafenplatz
Der heutige Tag hat uns herrliche 37 Seemeilen bescheert, und wir liegen seit 14:39 vor Anker: the early bird catches the worm…!!!
Übrigens 1 – @Iris: Happy Birthday, liebe Schwägerin, alles Gute, viel Glück und Xundheit im neuen Lebensjahr.
Übrigens 2: Pitch ist soeben auch eingetrudelt…. Wer zu spät kommt… 😛😝
Übrigens 3: mein Motto bewahrheitet sich: wenn ich das Meer seh, brauch ich kein See mehr!
Da die heutigen Windprognosen eher nachlassend angesagt sind, entschieden wir uns früh auszulaufen. Die Abfahrtszeit war auf 07:00 Uhr angesetzt, doch die Crew war schneller als der Skipper und bis dieser auf der Brücke war, legten sie bereits um 06:40 aus.
Kaum ausgelaufen hatten wir den Wind bei 20 kn Stärke voll auf der Nase (mein Blog ist ja keine Horrorgeschichte, also keine Angst: es gab überhaupt kein Blut zu sehen). Unter Motor stampften wir durch die 1 m hohen Wellen, machten dabei kaum Speed wegen dem Schwell.
Dafür wurden wir mit einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt:
Da das Frühstück ausfiel, entschieden wir uns für eine leichte Variante, welche die Crew vorbereitete.
Der Wind hat nun bereits Etwas nachgelassen und wir reisen mit 5 kn Geschwindigkeit Richtung Osten, kreuzen gerade ein Cosco-Containerschiff.
Unser Ziel ist Cap Sunio, im Süden des Festlandes, südöstlich von Athen.
Morgens um vier wurde es ruppig! Wie erwartet hat der Wind in der Nacht gedreht und Schwell kam in die Bucht und schlug gegen die Bordwand. Kein Auge war mehr zuzumachen.
Als die Dämmerung einsetzte schaute ich mir die Position des Schiffes an, alle Schiffe waren gut vertaut und die Landleinen erfüllten ihren Job.
Plötzlich schreit ein Crewmitglied, dass unser Dinghi weg sei. Wir hatten es gestern noch am Schiff gesichert und (heute weiss ich zum Glück) den Motor vom Dinghi gehoben. Was war passiert? Wo ist es geblieben?
Keine 15‘ löste sich das Rätsel: Der Skipper von nebenan hatte es sich kurz ausgeborgt, um ein verloren gegangener Wasser-Skidoo am Strand zu bergen, welcher sich vermutlich von einer Megayacht in der Bucht gelöst hatte. Mit ihm brachte er auch das Dinghi zurück. Also: Alles o.k.
Das Ablegemanöver, bzw. das Auflösen unseres Päcklis ging kontrolliert von Statten, was aber keine leichte Aufgabe war bei diesem Schwell.
Aktuell sind wir bei 20 kn Wind mit Reff 2 unterwegs gen Hydra.
Nach unserem ausgiebigen Badehalt (mit schwimmen gekaufte Glaces von Bea) führten wir unsere Reise fort in die vereinbarte Bucht nördlich von Spetses. Wir legten die Strecke unter Motor zurück, um nicht zu spät zu sein. Doch wir waren die Ersten. Also Anker runter, nochmals baden.
Etwas später traf Pitch und seine Crew ein. Wir lassen unser Dinghi zu Wasser und setzen kurz über, um einem Ankertrunkbesuch abzuhalten. Was für eine hübsche Bucht. Soweit auch so gut.
Etwas später kommt unser Lokalskipper mit seiner Crew und wählt den Ankerplatz für die Nacht.
Da wir das Dinghi schon draussen hatten, entschieden wir uns den anderen mit den Landleinen zu helfen. Kurz darauf kam das welsche Boot hinzu, denen wir auch noch halfen.
Während ich ihnen noch half, setzte Pitch zum finalen Anflug an, womit wir noch übrig blieben. Also waren wir die Letzten, die schlussendlich an den anderen anlegten. Die Ersten werden die Letzten sein…
Wie dem auch sei: Unser Lokalskipper hat heute noch leckeren Seafood organisiert und uns zwei Vorspeisen gekocht. Der Hauptgang oblag der Crew des jeweiligen Schiffs. Bei uns waren es feine Spaghetti mit Tomatensauce, es hat herrlich geschmeckt (wie immer auf unserem Boot. Dazu Weisswein, weil uns der Rotwein schon ausgegangen ist (kein Törn ohne Trockenfall 😉)!.