34 – Ein traumhafter Abschluss

Ja, unsere Reise neigt sich dem Ende zu. So ist heute unser letzter voller Tag angebrochen und wir bereiten uns schon auf das Abschied nehmen unserer M/V Frieda Maria vor.

Doch zum Abschlusstag ist uns Petrus nochmals sehr gut gesinnt: bei sehr wenig Wolken und fast keinem Wind startet der Tag, ein Traum…

Das grösste Highlight ereignete sich jedoch heute morgen. Nachdem wir vom Frühspaziergang zurück an Bord waren, ist uns Jessy kurzerhand ausgebüxt. Mit einem Sprung von der Badeplattform gelangte er auf den Steg und zog los. Vermutlich hatte er immer noch die Ente im Kopf, welche wir heute früh an Land entdeckt hatten. Bald schon kam er wieder zurück, alles wird gut!

Ich tu‘ doch keiner Fliege was…

Gegen Abend soll sich der Himmel wieder schliessen, für morgen ist Bewölkung bei kühleren Temperaturen angesagt. Gott sei Dank, so fällt der Abschied morgen früh nicht so schwer…

33 – Ein geruhsamer Nachmittag

Den Rest des Nachmittags haben wir mit allerlei verbracht: wir haben unsere Musik ab iPhone gespielt, ein paar Journale gelesen, etwas gedöst – eben das, wozu wir gerade Lust hatten.

Vielleicht wurde uns auch schlecht ab der Tatsache, dass wir ja morgen die Rechnung für diese Woche präsentiert erhalten, also die Dieselrechnung. Jedenfalls haben wir daher beschlossen, erst einmal ein günstiges Abendessen zu organisieren:

Für Jessy gab es nur einen Knochen:

Nein im Ernst: es ist einfach traumhaft diese Landschaft! Wir geniessen jeden Tag aufs Neue. Und wie man sieht, haben sich die Schlechtwetterwolken auch wieder verzogen. Nur der Wind lässt das Schilf gleichmässig dahin schwenken, als ob ein Dirigent den Takt vorgibt. So soll’s sein… 👏

32 – In Grutte Gaastmar

„Bitte was“, werdet Ihr Euch jetzt gefragt habe. „Wo sind die?“ Ich kann Euch gerne beruhigen, der Platz ist hervorragend. Aber der Reihe nach!

Nach dem Gehirnjogging 😉 sind wir zunächst aufs Ijsselmeer und haben nordwärts gehalten. Etwa 3 sm weiter befindet sich die Einfahrt nach Workum. Hindeloopen hat zwar auch ein Kanalsystem ins Innere, aber wie ihr aus den Fotos gestern entnehmen konntet, sind viele Brücken unbeweglich und somit für uns unpassierbar (unsere Mindesthöhe beträgt 272 cm mit umgelegtem Mast, sonst 450 cm).

Durchfahrt Warkum

Also über Warkum, wo sich alle Brücken öffnen lassen. Dann noch bei der Eisenbahnbrücke eine Fastkollision. Ein ‚Buckliger‘ wollte uns bei grüner Durchfahrt rammen und hat uns der Dummheit bezichtigt.

Irritiert staunten wir, als er auf seiner Seite auch grün für die Durchfahrt hatte. Dann aber die Erleichterung: er hätte rechts am Pfeiler vorbeifahren sollen und fuhr stattdessen durch unsere Fahrrinne. Wir verzeihen ihm und hoffen, ein Ortskundiger möge ihn aufklären…

Dann machte der Himmel zu weshalb wir weiter nach Heeg fuhren. Dort trotteten wir kurz das Dorf ab. Hübsch, aber nichts spannendes. Dann öffnete sich der Himmel wieder und wir fuhren zurück über das Hegemer Mar ins Grute Gaastmar. Hier legten wir an einer Marekrite wieder an und liegen am Fusse der Natur. Herrlich. Es windet zwar ziemlich, jedoch haben wir einen gut positionierten Platz gefunden, der uns etwas schützt. Für ein Bad ist’s nun leider zu kalt… 🥶🌬🌊❄️

Am Marekrite-Steg
Blick auf Grutte Gaastmar
Nachwuchs unterwegs

31 – zwei mal 180

Guten Morgen ihr Daheimgebliebenen.

Wer schnell im Kopfrechnen ist, der weiss bereits, dass dies 360 ergibt. Der Schnelldenker weisst gleichzeitig auch bereits, dass damit das Synonym für den Rundblick (360 Grad) gemeint ist.

Genug der schlauen Wort und morgendlichen Gehirnjoggings. Hier die ersten Bilder vom Tag 😜, eben: 2×180!

Hebet e schöne Daag! 😂🤣

28 – Hindeloopen ist toll

Da sind wir nun, in diesem hübschen malerischen Dörfchen, man hat uns nicht zu viel versprochen:

Die Hauptschleuse als Hochwasserschutz vor dem Ijsselmeer
Hübsche kleine Strässchen
Mit vielen Lädelchen
Das asiatische Kunstwerk „Flora und Fauna“
Blick zurück zum Hafen im Hintergrund
Bilder der „Grote Kerk“ von Hindeloopen, in der…
… sämtliche Pfarrer seit der Fertigstellung 1580(!) namentlich aufgeführt sind
Ein Wegbegleiter bei der Rückkehr

27 – Hindeloopen erreicht

Um 14:30 haben wir in Hindeloopen fest gemacht. Der Hafenmeester hat uns telefonisch bereits den Platz 535 zugewiesen, also mussten wir ihn nur noch suchen. Die ersten Plätze haben mit Buchstaben angefangen, also schauten wir uns fragend an.

Einfach mal losfahren, lautete die Devise. Mit unserer „Nussschale“ ist wenden in einem kleinen, engen Hafen ja überhaupt kein Problem…

Intuitiv hatten wir die richtige Wahl getroffen, so dass wir rasch am Liegeplatz strandeten. Das Anlegen war etwas schwieriger, mussten wir bei 4bf Wind unseren Schlappen zwischen zwei Pfählen vorbei buxieren… (@Rolf: weisch no in punta Gabbiata?)

Auch das klappte, so liegen wir nun in Hindeloopen und machen uns vom Acker, äähm – vom Hafen, – also vom SCHIFFShafen! 😉

25 – Top oder Flop?

Nach den ersten Tagen können wir ein Fazit über unsere Linssen GS40.0 Sedan ziehen: so ziemlich alles ist Top (definitiv kein Flopp!).

Nachstehend einige Details unserer Beurteilung:

Tolle, lichtdurchflutete Raumaufteilung
Sehr viel und praktischer Stauraum
Nebst Kühlschrank hat es zusätzl. unter der Sitzbank eine Getränkeschublade
Badezimmer ist adäquat, aber…
… es hat einen zusätzl. Doucheraum, wer mag schon die kombinierten Nasszellen…?!
Technik vom Feinsten: keine 12V-Stecker mehr! Ein Inverter liefert permanent 230V.

Zum Strom noch etwas. Wer kennt das nicht: die Batterie entlädt sich zusehends … nicht so hier! Pro nach benötigen wir ca. 25% unserer Stromreserven, und diese sind jeweils in 2-3h Fahrt wieder voll aufgeladen. Das ist Power!

Und noch etwas beeindruckt: für den Autopiloten gibt es eine Fernbedienung! Somit kann jede Kurskorrektur auf vom Vordeck aus vorgenommen, Tiefenanzeige inklusive. Die Technik begeistert.