Im Verlaufe des Morgens sind wir los. Unser Weg sollte uns über Bolsward führen, da diese Strecke etwas malerischer sei. Die südliche, direktere Strecke hätte uns nochmals über die Schifffahrtsroute übers Hegener Meer geführt.
Dabei kam wir nochmals an der Bahnbrücke vorbei und haben über unsere Fastkollision gelacht…

Weiter ging es durch die verhältnismässig engen Kanäle, wo zwei Schiffe unserer Grösse kaum hätte kreuzen können. Man musste wirklich Rücksicht nehmen, hatte andererseits auch direkten Einblick in Wohnzimmer, -einrichtungen oder Küche.
In einer Gruppe von 4-5 Schiffen fuhren wir gemächlich über Bolsward weiter nach Sneek, bis wir dann an der Brücke von ‚te Wolsumerketting‘ kamen. Dann ging gar nichts mehr! Der Brückenwärter hat es mit der Zeit nicht so genau genommen und seinen Dienst 5‘ früher quittiert. So mussten wir die Nothaltestelle vor der Brücke benutzen, um alle Boote festzubinden, teilweise lagen wir zu Dritt nebeneinander im Kanal – und warteten!
Dafür gab es ausreichend Zeit für Gespräche mit den Bootsnachbarn. Einer hatte sogar seine Schot so unglücklich gelöst, dass gleich zwei Boote vom Wind plötzlich querab trieben. Gemeinsam befestigten wir alle die Schot wieder am Anlieger und die Aufregung legte sich rasch.
Nach einer Stunde Wartezeit ging es wieder weiter, er nahm pflichtbewusst den Dienst pünktlich wieder auf. Weiter ging die Reise.



