Gut gelandet

Es war ein entspannter Flug. Nach einer Kurve flogen wir zunächst über den Südschwarzwald, um dann über Bad Säckingen nach Süden abzudrehen.

Weiter ging es Richtung Zug, wo die Tribünen des ESAF vom vergangenen Wochenende sich noch im Abbau befanden.

Dann ging es weiter über die Bündner Alpen, wo erste Gewitterzellen erkennbar waren. Heftig wurde es dann aber über Österreich, wo die Cockpitcrew einigen Megazellen ausweichen mussten…

Dann überflogen wir Venedig…

… über das adriatische Meer in Richtung Griechenland.

In Athen gelandet konnte ich sehr rasch mein Gepäck in Empfang nehmen und den Flughafen verlassen. Der Bus X96 nach Piräus brachte mich schliesslich in guten 60‘ (Abendverkehr) nach Kalamaki, wo ich die Nacht in Olga‘ Appartement verbringe, direkt beim Hafen Alinos.

Der Urlaub kann beginnen…

On the way to the airport

Jetzt ist sie da: die Reise beginnt. Aktuell sitze ich im Bus zum EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

Von dort gehts weiter nach Athen, wo mich wiederum ein Bus zur Marina Alimos in Kalamaki (kurz vor Athen).

Da das Schiff erst morgen frei wird und der Rest der Crew morgen ab Zürich fliegt, bleibt mir also ein zusätzlicher Ferientag vor Ort. Cooool!

Mein Flug geht heute um 15:55 Uhr, also bleibt genügend Zeit für Checkin, SecCheck und Shopping… Freude herrscht.

Die nächste Segelreise steht an

Die nächste Reise geht nach Griechenland 🇬🇷 in die Ägäis! Am kommenden Freitag fliege ich (Phi) abends nach Athen, um am Samstag auf die nächste Segelreise zu starten. Die Bedingungen scheinen perfekt (tja, wenn Engel reisen…):

Warm, viel Wind und kein Regen in Sicht – ausgezeichnet für ein Segelurlaub!

Insgesamt sind wir an unserer kleinen Flotillientour 26 Teilnehmer, verteilt auf 4 Yachten.

Nur noch zweimal schlafen… 😉😎 ich halte Euch informiert!

40 – Summary

Zunächst die Route, welche wir gefahren sind:

Übernachtet haben wir mehrheitlich in Marekriteplätzen. Diese kostenlose Anlegemöglichkeiten (kostenlos abgesehen von der Jahresgebühr) finden wir eine grandiose Initiative. Zudem wird versucht die Abfälle in Containern zu sammeln, was dem Umweltschutz beiträgt.

Insgesamt waren wir in 5 Tagen rund 25 h unterwegs, etwa 117 sm absolviert.

39 – Zurück im Yachthafen

Nach dem Einkauf verwaisten wir, ob es wohl besser ist, heute Abend zum Hafen zu fahren oder erst morgen früh mit der ersten Brückenöffnung um 0900 Uhr. Da wir das Boot erst um 1000 Uhr abgeben müssen, passt dies.

Wir haben uns schlussendlich für die stressfreie Variante entschieden. So können wir heute noch mit Packen beginnen und verbringen zudem eine ruhigere Nacht im Yachthafen als mitten im Stadtzentrum.

So liegen wir nun fest vertaut im Hafen und sind froh, ist alles gut gegangen. Mit einem Gesamtgewicht von über 13 Tonnen war es nicht immer leicht, alle Ein- und Durchfahrten passgenau zu treffen. Aber: Wir haben nirgends angeschlagen!

38 – Ankunft in Sneek

Auf diesen Moment hatten wir uns doch gefreut: das Wasserschloss von Sneek vor uns zu sehen:

Da es jedoch ziemlich Wind und Verkehr hatte, waren wir gefordert, das Schiff auf Position zu halten.

Im Kanal machten wir unser Schiff zunächst fest, um über Nacht zu bleiben. Diesen Plan sollten wir dann doch nochmals ändern…

Während Corinna sich den Shops annäherte, besuchte ich das friesische Schifffahrtsmuseum. Beeindruckend die geschichtliche Entwicklung und die grosse Bedeutung der Schifffahrt für Friesland…

Das älteste gefundene Boot, vermutlich um 1188(!) gebaut…

Und dass es 52 Segelbootstypen gibt, wusste ich auch noch nicht (mit entsprechendem Modell!)…

37 – Rückfahrt nach Sneek

Im Verlaufe des Morgens sind wir los. Unser Weg sollte uns über Bolsward führen, da diese Strecke etwas malerischer sei. Die südliche, direktere Strecke hätte uns nochmals über die Schifffahrtsroute übers Hegener Meer geführt.

Dabei kam wir nochmals an der Bahnbrücke vorbei und haben über unsere Fastkollision gelacht…

Weiter ging es durch die verhältnismässig engen Kanäle, wo zwei Schiffe unserer Grösse kaum hätte kreuzen können. Man musste wirklich Rücksicht nehmen, hatte andererseits auch direkten Einblick in Wohnzimmer, -einrichtungen oder Küche.

In einer Gruppe von 4-5 Schiffen fuhren wir gemächlich über Bolsward weiter nach Sneek, bis wir dann an der Brücke von ‚te Wolsumerketting‘ kamen. Dann ging gar nichts mehr! Der Brückenwärter hat es mit der Zeit nicht so genau genommen und seinen Dienst 5‘ früher quittiert. So mussten wir die Nothaltestelle vor der Brücke benutzen, um alle Boote festzubinden, teilweise lagen wir zu Dritt nebeneinander im Kanal – und warteten!

Dafür gab es ausreichend Zeit für Gespräche mit den Bootsnachbarn. Einer hatte sogar seine Schot so unglücklich gelöst, dass gleich zwei Boote vom Wind plötzlich querab trieben. Gemeinsam befestigten wir alle die Schot wieder am Anlieger und die Aufregung legte sich rasch.

Nach einer Stunde Wartezeit ging es wieder weiter, er nahm pflichtbewusst den Dienst pünktlich wieder auf. Weiter ging die Reise.

36 – noch ein Detail

Und hier noch ein Detail zu unserer Yacht. Unser Modell ist eine Sedan, also Essbereich, Cockpit und Küche auf einer Ebene, mit Schlafbereich im unteren Bereich. Im Gegensatz zu vielen AC-Schiffen (Schiffe mit Heckkabine) liegt unser Steuerstand zwar viel tiefer, dafür ist er im Inneren und gerade bei Schlechtwetter gedeckt.

Damit das „Cabriofahren“ aber nicht ganz entfällt, hat sich Linssen das Variodeck, ein riesiges Schiebedach, einfallen lassen.

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